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WIRTSCHAFT:

Apps: Fluch oder Segen für Verlage?

Lange schien das Geschäftsmodell der Zeitungsverlage unumstößlich: Ein Drittel ihrer Umsätze erwirtschafteten sie mit dem Zeitungsvertrieb, zwei Drittel mit Werbeanzeigen. Doch jetzt ist alles anders. Denn der klassische Werbemarkt schrumpft. Und die Gelder für Werbung fließen immer öfter ins Internet.

Mit einer Auflage von 340.000 Exemplaren ist die Augsburger Allgemeine eine der großen Regionalzeitungen in Süddeutschland. Geld verdient der mittelständische Zeitungsverlag mit Abonnenten und Anzeigen. Er erstellt aber auch eine Online-Ausgabe. Die Verlage bekommen zunehmend Konkurrenz durch das Internet, besonders seitdem es mobile Tablet-Computer gibt, die wie Zeitungen oder Bücher benutzt werden können. Die Inhalte, sogenannte Apps, müssen digital, also elektronisch erstellt werden. Papier hat dann ausgedient. Bei der Augsbuger Allgemeinen arbeiten Print- und Onlinejournalisten deshalb heute schon Hand in Hand. Zwar werden noch keine Apps für mobile Computer angeboten sie können aber bei Bedarf produziert werden. Trotz allem: Die Geschäftsleitung der Zeitung ist davon überzeugt, dass Papier als Trägermedium noch lange nicht ausgedient hat.

Zahl des Tages

414.000 Beschäftigte hat die Chemiebranche derzeit in Deutschland - das ist ein Rückgang von eineinhalb Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu den Unternehmen in der chemischen Industrie gehören weltweit bekannte Konzerne wie BASF und Henkel, aber auch Pharmaunternehmen wie Bayer und Fresenius. Wegen des drastischen konjunkturellen Einbruchs mussten die Chemie- und Pharmakonzerne im vergangenen Jahr mehr als ein Zehntel ihrer Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Inzwischen arbeiten fast alle Beschäftigten wieder in Vollzeit.