"Ich werde ein Präsident sein, der mit harter Hand gegen das Verbrechen vorgeht. Damit unsere Kinder wieder auf der Straße spielen können. Damit wir alle besser leben können." Das versprach Felipe Calderon 2006 im mexikanischen Präsidentschaftswahlkampf.
Nach seinem Wahlsieg erklärte Calderon der Drogenmafia den Krieg. Sicherer aber ist Mexiko seitdem nicht geworden. Im Gegenteil: Die Zahl der Opfer des Drogenkriegs steigt. Immer brutaler werden die Morde der Drogenmafia, immer öfter trifft es Unbeteiligte.
Besonders schlimm ist die Situation in den Ballungszentren an der Grenze zwischen Mexiko und den USA. Ciudad Juarez, im Nordosten Mexikos, ist tödlichste Stadt der Welt, 5000 Menschen wurden hier in den letzten 2 ½ Jahren ermordet.
Nur zehn Prozent der Morde werden aufgeklärt. Viele Polizisten sind in den Drogenhandel verwickelt. Mexikos Präsident Calderon aber hält an seinem Kampf fest. Calderon glaubt noch immer, dass es möglich ist, die Drogenmafia zu besiegen.
Andere hochrangige Politiker, wie zum Beispiel Mexikos Ex-Präsident Vicente Fox, schlagen inzwischen eine behutsame Legalisierung von Drogenanbau, Verkauf und Konsum vor.
Welche Erfolgsaussichten hat der Krieg gegen die Drogen? Wie groß ist die Macht der Kartelle? Wie sinnvoll wäre eine Legalisierung? Unser Thema in Journal Extra.
Moderation: Günther Birkenstock
Redaktion: Nils Naumann