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Kino zum Lesen: Regiekarriere in drei Ländern - Max Ophüls

Der deutsch-französische Regisseur Max Ophüls im Jahr 1952 in Hamburg (Foto: dpa)Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Gerade rechtzeitig zum deutschsprachigen Nachwuchsfestival "Max Ophüls Preis", das den Namen des großen deutsch-französischen Regisseurs trägt, ist ein neues Buch über den gebürtigen Saarbrücker erschienen. Ophüls wird schon lange in einem Atemzug mit Fritz Lang, Friedrich Wilhelm Murnau und Ernst Lubitsch genannt - neben diesen dürfte Ophüls aber der Unbekannteste sein. Das hat auch mit dem skandalösen Umgang mit dem filmischen Erbe Ophüls zu tun. Nur wenige Filme von ihm liegen restauriert auf DVD vor. Arme Kino-Nation Deutschland! Auf diesen eklatanten Mangel weist Mitautorin Verena Lueken in dem Buch zu Recht hin. Neben Lueken haben drei andere Autoren das Werk von Max Ophüls unter die Lupe genommen. Die frühen deutschen Filme, das fruchtbare Zwischenspiel in Frankreich, die mühsamen Jahre in Hollywood, das glorreiche Comeback nach seiner Rückkehr wieder in Frankreich - Ophüls hat überall glänzende Spuren auf der Leinwand hinterlassen.

Ronny Loewy (Hrsg.): "Max Ophüls", Verlag edition text und kritik, München 2011, Broschiert, 84 Seiten, ISBN-13: 978-3869161341.

 
 

Kino zum Lesen: "Nazi-Chic und Nazi-Trash - Faschistische Ästhetik"

Filmszene aus Inglourious Basterds von Quentin Tarantino (foto: Francois Duhamel)Bildunterschrift:

Warum stößt nationalsozialistisches Gedankengut bei vielen Jugendlichen (nicht nur in Ostdeutschland!) auf fruchtbaren Boden? Natürlich ist es die eigene Perspektivlosigkeit, die tumben Hass auf alles Fremde auslöst. Aber bei vielen Heranwachsenden ist es auch ein Stück Faszination für faschistische Ästhetik. Das beginnt nicht selten in der Popkultur. Der Band "Nazi-Chic und Nazi-Trash - Faschistische Ästhetik in der populären Kultur" von Marcus Stiglegger (Bertz + Fischer Verlag) stellt die These auf, dass ebendiese Populärkultur, die "faschistische Ästhetik als Nazi-Chic und Nazi-Trash enthistorisieren und auf diese Weise ein ebenso makabres wie genießbares Bild einer mordenden Gesellschaft zeichnen ... in Comics und Filmen, in Bühnenshows und Medienkunst." Ein erhellender Band über fatale Moden der Populärkultur, insbesondere im Kino (unser Bild: "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino/jk).

 
 



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