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  • Eine verletzliche Gruppe

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Eine verletzliche Gruppe

    Eine Verbesserung der Lebenssituation der größten Minderheit Europas ist nicht in Sicht. Die meisten der acht bis zehn Millionen europäischen Roma leben in Ghettos, ihre Kinder erhalten kaum schulische Bildung. Immer wieder sind sie Schikanen und Einschränkungen ihrer Freiheitsrechte ausgesetzt. Eindrücke aus Mittel- und Südosteuropa.

  • Zwischen Abschiebung und Bleiberecht

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Zwischen Abschiebung und Bleiberecht

    Nur wenige Kinder einer Roma-Familie haben das Glück wie dieser kleine Junge in Berlin, auf Dauer in Deutschland eine Wohnstatt zu finden. Tausende Roma-Familien stehen vor der Abschiebung, die meisten davon ins Kosovo. Das UN-Kinderhilfswerk fordert ein dauerhaftes Bleiberecht für Roma-Kinder, die in Deutschland geboren wurden.

  • Suche nach dem Ausweg

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Suche nach dem Ausweg

    Junge Roma hoffen auf ein Trinkgeld, wenn sie in Berlin die Scheiben von wartenden Autos putzen. Viele Roma aus Bulgarien und Rumänien kommen auf der Suche nach einem besseren Leben in westeuropäische Großstädte. Einige betteln, andere finden auf Baustellen Jobs. Für viele Stadtverwaltungen quer durch Europa stellt der Zustrom von Roma ein Problem dar.

  • Sinti und Roma als Feindbilder

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Sinti und Roma als Feindbilder

    Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit warnt vor zunehmender Fremdenfeindlichkeit in zahlreichen europäischen Ländern. Dass das auch in Deutschland so ist, bewies im Juni 2011 auf traurige Weise ein Brandanschlag mit offensichtlich fremdenfeindlichem Hintergrund. Die meisten Bewohner des vierstöckigen Mehrfamilienhauses gehörten zur Minderheit der Sinti und Roma.

  • Keine heimatlosen Nomaden

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Keine heimatlosen Nomaden

    Die meist christlichen Sinti, die seit über sechshundert Jahren im deutschsprachigen Raum zuhause sind, lebten lange Zeit von mobilen Gewerben. Der größte Teil der Sinti und Roma hier ist im Laufe des 20. Jahrhunderts sesshaft geworden.

  • Ausweisung

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Ausweisung

    In den letzten zwei Jahren schob Frankreich tausende Roma ab und geriet deshalb ins Visier der EU. Brüssel drohte mit rechtlichen Schritten - die aber letztlich nie kamen.

  • Repressalien

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Repressalien

    Zwischen April und Oktober 2011 registrierte das in Budapest angesiedelte Roma-Zentrum allein in Frankreich 46 Räumungen. Die Lager-Auflösungen betrafen fast 6.000 Menschen.

  • Mangelnde Sozialrechte

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Mangelnde Sozialrechte

    Die Betroffenen wissen oft nicht, wohin sie gehen sollen. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, sie müssen wieder und wieder von vorne anfangen. Formell könnten sie gegen manche Beschlüsse Einspruch einlegen, aber in der Realität wissen sie meistens nicht, was zu tun ist, oder erhalten keinen Zugang zu Gerichten.

  • Spanisches Modell

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Spanisches Modell

    Während Frankreich Roma ausweisen lässt, betreibt Spanien seit Jahren Integrationsprogramme für seine etwa 700.000 im Land lebenden "Gitanos" und ist damit einigermaßen erfolgreich. In Spanien haben fast alle Roma einen festen Wohnsitz. Die große Mehrheit lebt in normalen Wohnungen - genug Platz also für neue Kleider vom Markt!

  • Akzeptiert werden

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Akzeptiert werden

    Trotzdem sind auch die Gitanos in Spanien noch eine benachteiligte Minderheit mit schlechten Bildungschancen und einer geringeren Lebenserwartung. Viele von ihnen fühlen sich oft abschätzig behandelt. Beim 2. Europäischen Roma-Gipfel im April 2010 in Cordoba setzte auch dieses Paar seine Hoffnungen auf eine bessere Roma-Politik in Europa.

  • Rückkehr ohne Perspektive

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Rückkehr ohne Perspektive

    Viele der aus Frankreich ausgewiesenen Roma kamen mit nichts als dem, was sie bei sich trugen, nach Rumänien oder Bulgarien zurück. Als EU-Bürger dürfen sie zwar nach Deutschland oder Frankreich einreisen, arbeiten oder sich dauerhaft ansiedeln jedoch nur mit einer Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis.

  • Diskriminiert

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Diskriminiert

    Rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung Rumäniens sind Roma, etwa 2,2 Millionen Menschen. Auch wenn die Ausstellung von Fotos berühmter rumänischer Roma – darunter Charlie Chaplin – im Rahmen der Holocaust-Gedenkstätte in Bukarest einen anderen Eindruck erweckt: Sie werden von den Behörden diskriminiert und von der Gesellschaft ausgegrenzt.

  • Kaum Chancen

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Kaum Chancen

    Roma-Kinder sind im Schulsystem benachteiligt. Für Modellprojekte fehlt in Rumänien das Geld. Die mangelnde Qualifikation wirkt sich negativ auf die Jobsuche aus, hinzu kommen Vorurteile bei der Bewerberauswahl. Bei einer Arbeitslosigkeit unter den rumänischen Roma von über fünfzig Prozent bleibt vielen, die nicht in die Kriminalität abstürzen wollen, kaum eine andere Wahl als betteln zu gehen.

  • Proteste gegen die eigene Minderheit

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Proteste gegen die eigene Minderheit

    In Bulgarien kam es im letzten Jahr zu heftigen nationalistischen Protesten gegen die Roma, die etwa neun Prozent der Bevölkerung ausmachen. Rechtsradikale Gruppen hetzen immer stärker gegen die Minderheit, deren Clan-Strukturen eine Integration zusätzlich erschweren. Gegen die grassierende Armut und die Diskriminierung hilft auch eine Veranstaltung wie der "Internationale Tag der Roma" 2011 in Etropole nicht.

  • Repressive Roma-Politik

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Repressive Roma-Politik

    In Ungarn haben bereits die Vorgänger-Regierungen Viktor Orbáns bei der Integration der ins Elend abgedrifteten Roma versagt. Ein Mord, der im April 163 Kilometer von Budapest entfernt in einem Dorf begangen wurde, rief hunderte von nationalistischen Demonstranten auf den Plan. Dieser Roma sah dem aufgebrachten Zug in Hejoszalonta voller schlimmer Befürchtungen zu.

  • Offener Hass

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Offener Hass

    Ende April 2011 mündeten die Zusammenstöße zwischen ungarischen Roma-Gruppen und extrem rechten Paramilizen in offene Gewalt. Mehrere Roma wurden verletzt.

  • Desolate Lebenssituation

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Desolate Lebenssituation

    Die drittstärkste Gruppe der Asylbewerber in Deutschland kam 2011 aus Serbien. Knapp 4.600 Serben stellten einen Asylantrag, und 90 Prozent davon sind Roma. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma begründete den Zustrom der Roma aus Serbien mit der desolaten Lebenssituation in dem Land. Viele Roma-Familien leben in der Nähe von Mülldeponien, und schon die Kinder suchen nach wieder verwertbaren Materialien.

  • Im Abseits

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Im Abseits

    Ungefähr 80 Prozent der Roma-Kinder in Serbien kommen ihrer Schulpflicht nach, aber nur jeder vierte der Jugendlichen mit Schulbildung erlangt auch einen Abschluss.

  • Abschiebung in Armut und Elend

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Abschiebung in Armut und Elend

    Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert einen Abschiebestopp für Kosovo-Roma, den einige deutsche Bundesländer zumindest für den Winter in der Tat vorläufig beschlossen haben. Nach einer Ausweisung aus Deutschland erwartet sie im Kosovo fast sicher Armut und Elend.

  • Kindheit im Flüchtlingslager

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Kindheit im Flüchtlingslager

    Die meisten Heimatdöfer der Kosovo-Roma sind zerstört. Drei Viertel der aus Deutschland abgeschobenen schulpflichtigen Kinder gehen nach ihrer Ankunft im Kosovo nicht mehr zur Schule, und häufig werden deutschsprechende Roma-Kinder zusätzlich diskriminiert.

  • Was erwartet sie?

    Roma in Europa: Leben in Unsicherheit

    Was erwartet sie?

    Die Diskriminierung von Roma im Kosovo ist so schwerwiegend, dass ein Leben in Sicherheit und Würde für diese Mädchen dauerhaft kaum möglich erscheint.

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