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  • Künstliche Hülle aus dem Labor

    Am Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Verfahrenstechnik IGB stellen Wissenschaftler menschliche Haut am Fließband her. Durchblutete Matrix dient als Trägerstruktur für die Herstellung verschiedener Gewebe. Aus Schweinedarm werden tierische Zellen soweit entfernt, dass nur ein Netz aus Arterie, Vene und Kapillaren übrigbleibt. Das Netz wird mit Patienten-Zellen rebesiedelt.

  • Künstliche Hülle aus dem Labor

    Bisher produziert die Hautfabrik zweischichtige Hautmodelle. Kapazität: bis zu 5.000 Stück pro Monat. Später soll vollfunktionsfähige menschliche Haut, mit ihren drei Schichten hergestellt werden. Zurzeit nutzen vor allem Pharma- und Kosmetikindustrie die Hautmodelle. Beispielsweise um die Wirkung neuer Medikamente und die Verträglichkeit neuer Kosmetika zu testen.

  • Künstliche Hülle aus dem Labor

    Ein weiteres Projekt der Stuttgarter Forscher ist die Züchtung von Hauttumor-Modellen. An ihnen sollen Erkenntnisse über Entstehung maligner Melanome und die Wirkung von Therapien gewonnen werden. Später sollen andere Gewebemodelle angehängt werden: Knochen-, Leber- und Nierengewebe. So wollen die Forscher auch komplexe Fragen wie die nach der Ausbreitung von Metastasen beantworten.

  • Künstliche Hülle aus dem Labor

    Tissue Engineering (TE) heißt das Züchten von Gewebe in der Fachsprache. Bei Knorpelzelltransplantationen ist TE bereits Standardbehandlungsmethode und wird sogar von den Krankenkassen erstattet. Zum Beispiel bei der Behandlung von Knorpeldefekten im Knie, im Fußgelenk oder der Hüfte.

  • Künstliche Hülle aus dem Labor

    Für die Herz- und Gefäßchirurgie lassen sich mit TE vitale Gefäßprothesen züchten bzw. Innenbeschichtungen für Gefäßwandstützen herstellen. Die Gefahr von Gewebe-Wucherungen und Verschluss der Gefäße ist nur gering. Auch künstliche Herzklappen lassen sich bauen. Großer Vorteil: Anders als Schweine-Herzklappen wachsen die Klappen mit und können auch bei Kindern eingesetzt werden.

  • Künstliche Hülle aus dem Labor

    Geforscht wird auch an der Züchtung von Herzmuskelgewebe - zum Beispiel an der Medizinischen Hochschule Hannover. Der Ansatz: Sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen, hergestellt aus genetisch umprogrammierten patienteneigenen Gewebezellen, werden im Labor zu Herzmuskelzellen ausdifferenziert, die neues Herzmuskelgewebe ausbilden.

  • Künstliche Hülle aus dem Labor

    Immer bedeutender im Tissue Engineering wird die Herstellung von Gewebemodellen für Medikamententests als Alternative zum Tierversuch. Die Hoffnung: Da die aus menschlichen Zellen gezüchteten Modelle der Physiologie der Körperteile beim Menschen in der Regel ähnlich sind, liefern sie genauere und aussagekräftigere Ergebnisse, als Tests mit Versuchstieren sie liefern können.

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